Direkt zum Hauptbereich

Lautes Herz.

Daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind, und können unser Herz vor ihm zum Schweigen bringen, dass, wenn uns unser Herz verdammt, Gott größer ist als unser Herz und erkennt alle Dinge.
(1. Johannes 3, 19 - Luther)

Oft ist es so, und besonders die Psalmen erzählen davon, dass andere Menschen uns Unrecht tun und nicht die Wahrheit sagen und wir darunter leiden. In unserer Welt gehört er „zum guten Ton“ die Wahrheit zu verschönern oder abzuschwächen, wegzulassen oder zu verändern. Wir sind das gewohnt von der Welt um uns herum und wissen auch, dass Gott das nicht gut findet. Gott ist die Wahrheit und die Wahrheit ist Licht und im Licht gibt es keine Finsternis.

Schön und gut. Aber in dem Vers aus dem Brief von Johannes geht es ja nicht um „die Böse Welt“. Es geht um unser Herz. Und Herz, dass uns verdammt und uns verurteilt. In anderen Übersetzungen ist von dem Gewissen die rede, wenn unser Gewissen uns anklagt. Ich weiß nicht, wie es dir geht, wie oft du ein schlechtes Gewissen hast, obwohl du weißt, dass du gerade das Richtige tust. Oder das Gefühl, dass dein Herz sich mit Händen und Füßen gegen das wehrt, was du gerade tust. Vielleicht weil es gegen deine Gewohnheiten geht oder gegen das, was sich eigentlich besser anfühlt.

Mein Herz ist manchmal ganz schön laut und fordert viel Aufmerksamkeit und will besonders gerne Recht haben. Aber nicht immer hat es Recht. Manchmal sehen wir mit dem Herzen nicht gut, weil wir verletzt und enttäuscht sind. Und manchmal macht unser Herz uns selbst fertig. Wir fühlen uns nicht gut genug, nicht stark genug, nicht schön genug, nicht schlau genug. Wir fühlen uns unfähig zu dem, wozu wir berufen sind. Weil unser Herz es uns sagt. Und weil unser Herz beeinflusst wird von der Welt um uns herum, von allem was es das ganze Leben lang schon ertragen hat. Und es wird von Satan, dem Teufel, dem Feind beeinflusst, der besonders große Freude daran hat, wenn wir uns schlecht und nichtig fühlen und uns nicht an die Wahrheit halten, die Gott uns gibt.

Aber Johannes schreibt, dass wir unser lautes Herz zum schweigen bringen können, wenn wir auf der Seite der Wahrheit stehen (Übersetzung NGÜ), weil Gott, der die Wahrheit ist, größer ist als unser Herz, sei es auch laut und ungestüm. Gott ist größer als alles das. Und er kennt unser Herz und er kennt es nicht nur, er liebt es auch. Und er erkennt alle Dinge darin, besonders die Guten. Und auch wenn unser Herz total dreckig ist und kaputt und mit Narben übersät. Gott nimmt dein Herz, macht es sauber und bringt es zum schweigen, wenn du auf Gottes Seite stehst.

Dieser Gedanke hat mich heute sehr bewegt.

Kommentare

  1. Hallo Anna,
    ich möchte dich gern zu meiner Community einladen. Schau hier: http://chrbloco.wordpress.com
    Würde mich über die Rückmeldung freuen.

    Liebe Grüße

    Viktor

    AntwortenLöschen
  2. Ich bin froh eure Seite gefunden zu haben. Sie ist ein echter Segen und ich lese gerne eure Texte. Wünsche euch mit Philipper 4,4 alles Gute und Gottes Segen.

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rauchende Schweine

Vor ein paar Tagen erzählte mir jemand, wie ungesund und unbiblisch es ist, Schweinefleisch zu essen. Ich bin mit dem Thema bezüglich der Gesundheit nicht so vertraut, habe davon aber schon öfter mal gehört, und hätte nur Rückfragen zu der theologischen Sichtweise stellen können. Ich fühlte mich doof. So zwischen den Argumenten "Was tust du deinem Körper da an" und "Lies gefälligst deine Bibel richtig" an die Wand gedrängt. Ich lächelte und verkniff mir einen Kommentar.

Kurze Zeit später sah ich diesen Jemand neben seinem Auto stehen und rauchen. Mein Hirn ballerte mehrere Kommentare (und Bibelstellen) raus, die ich ihm hätte um die Ohren pfeffern können. Unter anderem "Was tust du deinem Körper da an" und "Lies gefälligst deine Bibel richtig".

Wir sind nicht perfekt. Und unsere Erkenntnis ist ein Mosaik aus vielen kleinen Teilen. Definitiv nicht vollständig. Aber trotzdem wichtig für uns. Was mache ich mit Erkenntissen, von denen ich glaube, da…

Kein Kunststück

Wenn ihr die liebt, die euch Liebe erweisen, verdient ihr dafür etwa besondere Anerkennung? Auch die Menschen, die nicht nach Gott fragen, lieben die, von denen sie Liebe erfahren. (Lukas 6, 32 – NGÜ)
Manchmal halten wir uns für besonders toll, wenn wir es schaffen, unsere Mitmenschen zu lieben. Und mit Mitmenschen meine ich jetzt erstmal unsere „Nächsten“, also die, die uns nahestehen. Die, die wir eigentlich mögen. Die, die zu unserem Leben dazugehören. Die, von denen wir wissen, dass sie uns lieben. Die, die wir eigentlich nicht missen wollen. Die, die uns trotzdem manchmal gewaltig auf die Nerven gehen. Und eben weil sie uns manchmal doch auf die Nerven gehen, sind wir doch besonders zu loben, wenn wir uns trotzdem dazu überwinden, geduldig zu sein, ein Auge zuzudrücken, eine extra Portion Verständnis zu haben und uns nicht aufzuregen. Oder wenn dann nur innerlich. Haben wir dafür nicht ein bisschen Anerkennung verdient?
Die Bibel sagt: Nein. Denn das ist nichts besonderes. Selbs…

Stay Salty

Essen ohne Salz ist eine fade Angelegenheit. Man kanns essen, aber manches hat ohne Salz kaum Eigengeschmack. Es schmeckt langweilig, trist und der Sinn des Essens liegt dann nur in der reinen Nährstoffaufnahme. Dabei kann Essen doch so schön und lecker sein.

Übertreibt man es mit dem Salz, kann das Essen aber auch schnell ungenießbar werden. Es wird bitter und ist nur schwer zu retten.

Salz, das seine Würze verloren hat, ist mir in meiner Küche noch nicht untergekommen. Fakt ist aber wohl: Salz, dass nicht mehr salzig ist, lässt sich nicht wieder "reaktivieren". Und aus meiner eigenen Kocherfahrung kann ich sagen: Man kann noch so kreative Gewürze benutzen, wenn das Salz fehlt, merkt man das.

Bist du jetzt hier auf einem Foodblog gelandet? Nein. Denn Salz ist ein beliebtes Beispiel von Jesus. Er sagt zum Beispiel:

"Salz ist etwas Gutes. Wenn es aber seinen Geschmack verliert, womit soll es wieder gewürzt werden? Ihr müsst die Eigenschaft des Salzes in euch haben und Fri…