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Posts mit dem Label "Psalm" werden angezeigt.

Idiotensicher.

Hoffe auf den Herrn, sei stark, und dein Herz fasse Mut – ja, hoffe auf den Herrn! - Psalm 27,14 (NGÜ) Manchmal muss man das, was man sagt, wiederholen. Vielleicht weil die Geräuschkulisse zu laut ist oder der Zuhörer unaufmerksam oder einfach, weil man sicher gehen will, dass die Aussage ankommt.  Ein Freund von mir brachte mir bei, manche Dinge "idiotensicher" zu formulieren. Damit ist nicht unbedingt eine wirkliche Beschränktheit des Empfängers gemeint, sondern sollte vor allem uns die Arbeit ersparen, alles hundertmal erklären zu müssen. Manchmal kommt es mir so vor, als seien die wichtigsten Aussagen der Bibel, auch in diese Kategorie einzuordnen. Denn, ganz ehrlich: Was soll man aus dieser Aussage aus dem Psalm NICHT verstehen können? Und um ganz sicher zu gehen, wiederholt der Verfasser die Aussage sogar noch einmal: HOFFE AUF DEN HERRN! Okay, es ist ein Psalm, also ein Lied, und in Liedern wiederholen wir uns bis heute gerne teilweise dumm und dämlich. Mit wel...

Gott nahe zu sein ist mein Glück.

Die Jahreslosung für das Jahr 2014 bewegt viele Menschen sehr. Sie ist so persönlich, so individuell und bedürfnisorientiert, dass ich zu Beginn des Jahres von vielen Menschen Sätze gehört habe wie „Möge die Jahreslosung sich in deinem Leben verwirklich.“ Mich selbst bewegt dieses Satz auch, seit ich ihn zum ersten Mal gelesen habe. Er scheint so einfach zu sein, so lebensnah und gleichzeit mit guten Vorsätzen verbunden. Scheinbar die perfekte Jahreslosung. Je länger ich über diesen Satz nachdenke, den der Psalmist da formuliert hat, desto mehr fordert er mich heraus, hinterfragt er mich. Denn in den paar Worten steckt vieles, was auf den ersten Blick total eindeutig erscheint, beim längeren Nachdenken aber unsicher wird.  Gott nahe zu sein ist mein Glück.  Da lässt sich zum einen die tiefe philosophische Frage stellen: Was ist denn (mein) Glück? Irgendetwas positives auf jeden Fall. Gottes Nähe soll mein Glück sein. In Gottes Nähe zu sein soll mich glücklich ma...

Gott denkt.

Wie kostbar sind deine Gedanken über mich, Gott! Es sind unendlich viele. Wollte ich sie zählen, so sind sie zahlreicher als der Sand! Und wenn ich am Morgen erwache, bin ich immer noch bei dir! (Psalm 139, 17+18 NLB) Wenn ich den Psalm 139 betrachte, fällt mir eine Sache ganz besonders auf: David beschreibt Gott als ein DENKENDES Wesen. Natürlich ist Gott allmächtig und allwissend, dessen ist man sich manchmal bewusst. Aber das Gott nachdenkt? Das erscheint einem vielleicht erst etwas befremdlich. Wenn er alles weiß, wieso soll er dann noch nachdenken? Vielleicht sogar abwägen und überlegen? Wenn man sich das Leid in der Welt anschaut und manchmal muss man einfach nur in sein eigenes Leben schauen, dann kann es einem so vorkommen, als wäre Gott so ziemlich alles egal. Und wie oft denkt man „Gott interessiert sich nicht für mich!“ Solche Gedanken kommen oft, weil wir von so vielen Dingen überhäuft werden, bei denen wir merken, dass Gott darin keine große Rolle spielt. Und je ...

Wer hat Angst vorm finstern Tal?

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.  (Psalm 23, 4) Der Psalm 23, das Lied über den guten Hirten, ist wohl eine der bekanntesten Stellen aus der Bibel. Viele Menschen lernen ihn irgendwann mal auswendig und besonders die Version von Luther ist (zumindest für mich) sehr einprägsam. Eigentlich kann man über jeden Satz aus diesem Psalmen einen Text schreiben, angefangen von „Der Herr ist mein Hirte“ bis hinzu „Ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.“ Ich mag diesen Psalm wirklich gerne. Aber ich hab mir heute Vers 4 ausgesucht, den „düstersten“ Vers des Psalms und möchte ein paar Gedanken dazu äußern. David, der Verfasser, stellt zu Beginn des Satzes zunächst eine Aussage fest: Es gibt Zeiten im Leben die sind so dunkel und so finster und so tief, dass man sich theoretisch wirklich fürchten könnte. Ich finde das Wort „fürchten“ klingt immer etwas „niedlich“. Aber wenn man ...

Blickwinkel

Ich habe den Herrn allezeit vor Augen; steht er mir zur Rechten, so werde ich festbleiben. (Psalm 16, 8 – Luther) Heute soll es noch einmal darum gehen, wie wir mit Situationen, in denen es uns schlecht geht, wir verunsichert sind, Angst haben, in Ungewissheit leben, verzweifelt sind, Sorgen und Kummer mit uns herum tragen und unzufrieden sind – wie wir mit diesen Situationen umgehen und wie wir uns verhalten sollten. Es ist nie einfach mit solchen Situationen umzugehen und ich kenne glaub ich keinen Menschen, der sich allezeit an diese „Prinzipien“ der Bibel hält. In diesen Situationen sind wir meistens überfordert und oftmals wie gelähmt. Es ist so viel einfacher sich in die negativen Gefühle fallen zu lassen und auf die Dinge zu schauen, die uns zu schaffen machen. Manchmal beanspruchen sie unser ganzes Denkvermögen und all unsere Gefühle. Und dabei geht leider oft auch eine Menge Kapazität drauf, die wir eigentlich in unseren Glauben stecken sollten/wollten – in Gebet,...