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Alltagssorgen

Deshalb sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um das, was ihr an Essen und Trinken zum Leben und an Kleidung für euren Körper braucht. Ist das Leben nicht wichtiger als die Nahrung, und ist der Körper nicht wichtiger als die Kleidung?
(Matthäus 6, 25 nach NGÜ)

Diesen Satz sagt Jesus in seiner Bergpredigt. Es ist der Satz vor den berühmten Versen „Seht die Vögel am Himmel an..“ (Matthäus 6,26)


Wikipedia definiert „Sorgen“ folgendermaßen:

„Sorge ist im allgemeinen Sprachgebrauch eine mehr oder weniger konkrete, mitunter länger anhaltende Befürchtung oder seelische Bedrückung. Das Wort wird in dieser Bedeutung sehr häufig im Plural verwendet: Ich mache mir Sorgen ... Anhaltende schwere Sorgen lassen sich auch als Kummer bezeichnen.“

Wir Menschen machen uns gerne und viel Sorgen. Manchmal über kleine Dinge und manchmal über große. Wir befürchten, dass es regnen wird, dass die Wirtschaft sich nicht erholt, dass wir einen Unfall bauen, dass wir durch Klausuren fallen, dass wir versagen, dass wir verlassen werden.
Nicht immer sind unsere Sorgen grundlos, aber oftmals nicht unbedingt realistisch. Wir gehen halt einfach immer erstmal davon aus, dass irgendetwas NICHT funktionieren wird. Dass die Dinge nicht so laufen, wie sie sollten. Manchmal spürt man auch, dass etwas nicht so funktioniert. „Ich mache mir Sorgen um diesen und jenen, ich glaube, dem geht es nicht gut.“ Sorgen sind manchmal einfach ungute Gefühle, die wir mit uns herum tragen.

Jesus fordert hier, dass wir uns keine Sorgen machen sollen, keine unguten Vorahnungen oder Gefühle mit uns herum tragen sollen. Und zwar nicht nur bei großen Dingen wie der Wirtschaftkrise oder dem Hochwasser. Er fordert es hier für die drei wohl überlebenswichtigen Dinge: ESSEN, TRINKEN und KLEIDUNG. Noch nicht mal über diese wirklich essenziellen Dinge sollen wir uns Sorgen machen. In einer anderen Übersetzung (Hoffnung für alle) wird der zweite Satz etwas freier, aber m.E. auch eindrücklicher formuliert:

Leben bedeutet mehr, als nur Essen und Trinken, und der Mensch ist mehr als seine Kleidung.

Leben bedeutet mehr.. Wir sollen uns keine Gedanken über diese Dinge machen, weil unser Leben mehr ist. Unser Leben ist so wichtig für Gott, dass er sich ganz allein um diese Angelegenheiten kümmern möchte. Wenn du Verantwortung für etwas übernimmst, was dir wichtig ist, dann möchtest du doch auch nicht, dass alle Nase lang jemand ankommt und fragt, ob du deine Verantwortung auch wirklich übernimmst und ob es nicht doch anders geregelt werden sollte oder könnte. Du möchtest, dass man dir vertraut, dass du dich darum kümmerst.
Und so möchte Gott auch, dass wir ihm vertrauen, dass er sich um uns und um unsere Lebensumstände kümmert – angefangen in den kleinen Dingen wie Essen und Kleidung, bis hin zu unseren Beziehungen, unserer Arbeit, unseren Finanzen, unserer Gesundheit.

Leben bedeutet mehr. Leben bedeutet, Gott voll und ganz zu vertrauen.

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  1. Aphorismus des Tages: Neben dem Gutdünken gibt es selbstverständlich auch das Schlechtdünken. Dieses ist zwar weniger geläufig, wird aber dennoch viel häufiger praktiziert. (B.Buddeberg)

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